TAPERN – Rennvorbereitung (Race preparation) von Brett Sutton /DPN

Auf Grund eines erschienenen Artikels vom früheren Weltmeister Pete Jacobs, haben mich viele darauf angesprochen doch mal meine Meinung zum Thema TAPERN zu sagen.

Bei Trisutto.com nennen wir es nicht „Taper Phase“. Wir sagen dazu „Rennvorbereitung“ (Race Preparation). Das klingt gleich viel besser und wir kommen vom Kopf her nicht in das Gefühl oder die Versuchung, dass wir jetzt das Training der letzten Wochen von hundert auf nahezu NULL herunterfahren und somit in eine Art Urlaub für den Körper driften.

FRankfurtløping_0201-00-03-14-217.jpgPete bringt es schon in seinem Artikel in einem Satz auf den Punkt: „Der häufigste Fehler, den die meisten Athleten machen beim traditionellen Tapern ist: sie laufen in der letzten Woche vor dem großen Rennen zu viel und zu schnell.“

Sein Rat ist empfehlenswert, je näher das Rennen kommt, desto weniger wird gelaufen. Ich bin da sehr ähnlicher Meinung und denke, sobald man seinen längsten Lauf geschafft hat, werden die Laufeinheiten zurückgeschraubt. Unser „Ausdauerdefizit“ können wir stattdessen mit Radfahren und Schwimmen auffüllen. Das Radfahren ermöglicht uns den Krafteinsatz mit dem Rad-Computer ziemlich genau zu kontrollieren und den Stress für den Körper somit gering wie möglich zu halten. Dadurch wird das Radfahren mit der wichtigste Teil des Trainings, um die Intensität während der wichtigsten Woche vorm Rennen zu steuern.

Wir von Trisutto.com reduzieren neben dem Laufen auch die Anzahl der Schwimmeinheiten während „unserer“ Taperphase. Schwimmen ist sehr kraftraubend. Wenn man dann noch ein eher schwächerer Schwimmer ist und eine zu harte Einheit kurz vor dem Rennen macht, dann hat das negative Auswirkungen auf das Schwimmen, aber vor allem auch auf das Radfahren und das Laufen im Rennen!!!

Mallorcasvøm10-00-01-48-200-01Wo wir nicht einer Meinung sind mit Pete Jacobs, ist das Schwimmen innerhalb der letzten drei Tage vor dem Rennen. Das gilt nicht nur für Frankfurt, Klagenfurt, Roth oder Kona, das gilt für alle Rennen. In meiner langen Trainerkarriere, habe ich unglaublich viele Athleten gesehen, die sich super vorbereitet haben, mehr als fit sind für den großen Tag und dann am Renntag morgens mit einer mysteriösen Krankheit aufwachen. Es ist meistens eine Art leichte Lebensmittelvergiftung, die nach 48 Stunden schon wieder erledigt ist, aber das Rennen somit auch bevor es noch angefangen hat. Woher das kommt? Diese Athleten haben meist während des „open water swim“ vor dem Rennen irgendetwas mit/aus dem Wasser aufgenommen, ob sie wollten oder nicht. Und das unabhängig von Wasserqualität, nicht das man mich hier falsch versteht. Für diejenigen, die jetzt mit dem Kopf schütteln und denken… ja, in Rio oder Asien ist das vielleicht so – ich garantiere Euch, dass es in den saubersten Gewässern vorkommt. Ihr investiert viel Zeit und Geld für Vorbereitung, Equipment und Reisen, um am Ende ein hohes Risiko einzugehen, nur weil man vorab in dem schönen See schwimmen wollte, anstatt im Pool.

Camp2Brett-00-03-22-569Nach dem Rennen hast Du genug Zeit Dir alles in Ruhe anzuschauen, im See oder im Meer zu schwimmen, laufen zu gehen so lange Du willst und auch Rad zu fahren wo immer Du möchtest – falls Du noch fit genug dafür bist.

Brett Sutton frei übersetzt von DPN

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